[Leseempfehlung]

Am 18. September 2025 sollte das Münchener Philharmonieorchester unter der Leitung des israelischen Dirigenten Lahav Shani auf dem dem “Festival van Vlaanderen” in der belgischen Stadt Gent ein Konzert geben. Da Lahav Shani nicht bereit war, zum Vorgehen der israelischen Regierung in Gaza Stellung zu nehmen und das Münchener Orchester sich lediglich dazu bereit erklären mochte, die Einhaltung des bereits im Herbst 2024 abgeschlossenen Vertrages über den Auftritt in Gent zu fordern – obgleich sich die politischen Rahmenbedingungen im Blick auf Gaza seit dem deutlich zugespitzt haben, haben die Veranstalter in Gent sich kurz vor dem Auftritt entschlossen gehabt, den Auftritt abzusagen.

Vor diesem Hintergrund hat taz-Redakteur Daniel Bax mit dem jüdischen Musiker Michael Barenboim „über Verantwortung, Schweigen – und rote Linien in der Kunst“ gesprochen. Ein sehr lesenswertes Interview.

Hier geht es zum Interview:

Michael Barenboim über Kulturboykott: „Es geht um Mitschuld.“ Der Musiker Michael Barenboim wirft Israel einen Genozid vor und ruft zur Gaza-Demo auf. Ein Gespräch über Verantwortung, Schweigen – und rote Linien in der Kunst. Interview von Daniel Bax | taz, 27.09.2025

(Brüssel / 27.09.2025 / Jürgen Klute)