[Leseempfehlung]
Dieser Satz kommt aus dem Mund von Omer Bartov. Er ist Professor für Holocaust- und Genozidstudien an der Brown University in Providence, der Hauptstadt des us-amerikanischen Bundesstaates Rhode Island. Geboren wurde er 1954 in En HaChoresch in Israel. Heute gehört er gehört zu den weltweit führenden und Holocaust-Forschern und gilt als maßgebender Experte für Völkermordstudien. Für Bartov gibt es durchaus einen Unterschied zwischen Völkermordforschenden und Holocaustforschenden. Wo er einen Unterschied sieht, wird in seinem Gastbeitrag für die New York Times deutlich. Er selbst versteht sich vor allem als Völkermordforscher.
Bartov gehört zu den Forschenden, die in dem Vorgehen der israelischen Armee in Gaza deutliche Anzeichen für einen Völkermord erkennen. Diese Sicht erläutert er in seinem Mitte Juli 2025 in der New York Times erschienen Beitrag umfassend und fundiert. Weiterhin ist Bartov davon überzeugt, dass sich Israel dauerhaft durch die Verletzung des humanitären Völkerrechts und der UN-Genozidkonvention selbst schadet.
Da der Beitrag in Englisch abgefasst ist, ergänze ich diese Leseempfehlung noch um ein deutschsprachiges Interview der Frankfurter Rundschau mit Omer Bartov von Anfang August 2025, in dem er sich ebenfalls mit der Frage auseinandersetzt, ob und in wieweit sich die israelische Regierung in Gaza eines Völkermordes in Gaza schuldig macht.
Hier geht es zu den beiden Artikeln:
(Brüssel / 09.08.2025 / Jürgen Klute)