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Für den 1. September 2025 hat die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (Reporters sans frontières | RSF) einen weltweiten Aktionstag ausgerufen. Grund dafür ist, dass im Gaza-Krieg bis jetzt etwa 200 Journalisten und Journalistinnen von der israelischen Armee – teils gezielt – getötet wurden. Damit ist der Gaza-Krieg der bisher tödlichste Krieg für Journalistinnen und Journalisten.

Über 150 Medienunternehmen aus mehr als 50 Ländern nehmen an dieser groß angelegten Medienkampagne teilnehmen, die von Reporter ohne Grenzen (RSF) und der globalen Kampagnenbewegung Avaaz koordiniert wird. RSF erklärt dazu in einer Pressemitteilung: „Die Redaktionen, RSF und Avaaz verurteilen die Verbrechen der israelischen Armee an palästinensischen Journalistinnen und Reportern in Gaza, fordern besseren Schutz für die dort arbeitenden Medienschaffenden sowie Notfallevakuierungen und verlangen, dass internationale Berichterstattende unabhängigen Zugang nach Gaza erhalten.“

In Deutschland hat sich vor allem die taz mit gleich mehreren Artikeln an dieser Aktion beteiligt. Aber auch die Frankfurter Rundschau hat sich an Kampagne beteiligt.

Im folgenden die Links auf die entsprechenden Artikel und auf die Pressemitteilung von „Reporter ohne Grenzen:

Journalisten in Lebensgefahr: Gemeinsam eintreten für Pressefreiheit in Gaza. Gazas Journalisten sind Israels Gewalt schutzlos ausgeliefert, internationale Medien wird der Zugang verwehrt. Es ist ein Kampf gegen die Wahrheit. Kommentar von Dominic Johnson | taz, 01.09.2025

Krieg in Gaza: Wahrheit zwischen Trümmern. Israel lässt keine ausländischen Jour­na­lis­t:in­nen in den Gazastreifen. Umso wichtiger sind palästinensische Reporter:innen, auch für die taz. Von Felix Wellisch und Lisa Schneider | taz, 01.09.2025

Journalismus im Gazastreifen: Friedhof der Pressefreiheit. Israel hat im Gazastreifen eine Rekordzahl an Journalisten getötet. Reporter ohne Grenzen (RSF) haben dazu heute zu einem Aktionstag aufgerufen. Von Daniel Bax und Felix Wellisch | taz, 01.09.2025

Palästinensische Reporterin: „Nach dem Krieg will ich Journalismus studieren.“ Malak Tantesh berichtet für mehrere Zeitungen aus dem Gazastreifen. Die Arbeit macht ihr Spaß – trotz der großen Angst, selber umgebracht zu werden. Interview von Lisa Schneider | taz, 01.09.2025

Gazastreifen ist für die Presse der gefährlichste Ort der Welt – FR-Titelseite ist heute schwarz. „Wenn die israelische Armee weiter so viele Medienschaffende in Gaza tötet, wird bald niemand mehr von dort für Sie berichten können.“ Von Michael Bayer und Karin Dalka | Frankfurter Rundschau, 01.09.2025

Weltweite Aktion für Gaza am 1. September 2025. Über 150 Medienunternehmen aus mehr als 50 Ländern werden am 1. September an einer groß angelegten Medienkampagne teilnehmen, die von Reporter ohne Grenzen (RSF) und der globalen Kampagnenbewegung Avaaz koordiniert wird. Die Redaktionen, RSF und Avaaz verurteilen die Verbrechen der israelischen Armee an palästinensischen Journalistinnen und Reportern in Gaza, fordern besseren Schutz für die dort arbeitenden Medienschaffenden sowie Notfallevakuierungen und verlangen, dass internationale Berichterstattende unabhängigen Zugang nach Gaza erhalten. | Reporter ohne Grenzen, 29.08.2025

(Brüssel / 01.09.2025 / Jürgen Klute)